Wald-Zentrum

Das Wald-Zentrum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Die besondere ökologische und volkswirtschaftliche Bedeutung des Clusters Wald und Holz für Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) Ende 2003 dazu veranlasst, das Wald-Zentrum zu gründen. Bestandteil des Wald-Zentrums sind heute das Internationale Institut für Wald und Holz NRW e.V. (IIWH), der Lehrstuhl für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft im Institut für Landschaftsökologie am Fachbereich Geowissenschaften sowie die forstwissenschaftliche Beratungsfirma Wald-Consult Ltd. und die Wald-Agentur Münster GmbH. Kern des Wald-Zentrums ist das Internationale Institut für Wald und Holz mit Sitz in Münster, das als gemeinnütziger eingetragener Verein organisiert ist. Vorstandsvorsitzender des Instituts ist Prof. Dr. Andreas Schulte.

Zu den Aufgaben gehören die anwendungsnahe, regional und international ausgerichtete Forschung und Beratung sowie die Lehre und Fortbildung. Das Wald-Zentrum koordiniert und führt anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Bezug zur Wald und Holzwirtschaft im Auftrag verschiedenster öffentlicher und privater Auftraggeber durch.

Das EU-Forschungsprojekt SECURECHAIN

Seit 2015 bearbeitet das Wald-Zentrum das EU-Projekt SECURECHAIN im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Hauptzielsetzung ist es nachhaltige Bioenergie-Bereitstellungsketten im ländlichen Raum zu fördern, die hohe Umweltstandards erfüllen und für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wirtschaftlich sind. Der nachwachsende Rohstoff Holz hat in ganz Europa den größten Anteil an der Bioenergieerzeugung. Lokale Bioenergieprojekte stehen mehr und mehr vor der Herausforderung ihre Rohstoffversorgung mit Biomasse langfristig zu sichern, und zwar ohne den Einfluss auf andere Landnutzungen oder die Umwelt zu erhöhen. Nachhaltige Bioenergie kann allerdings, insofern sie in ressourcenschonender Weise genutzt wird, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
SECURECHAIN wird zeitgleich in sechs europäischen Modellregionen in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Spanien, Griechenland und Estland durchgeführt. In NRW sind die Zielregionen 1. das Bergische Land, 2. Ostwestfalen und 3. das Münsterland.

Alle Informationen finden Sie unter http://www.securechain.eu/de

Das Projekt wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm ‚Horizont 2020‘ der Europäischen Union unter dem Grant Agreement Nr. 646457 gefördert.