6. ARNSBERGER WALDFORUM

Fachtagung am 06. und 07. November 2014 im Forstlichen Bildungszentrum des Landesbetriebes Wald und Holz NRW
Nordrhein-Westfalen mit seinen rund 18 Millionen Menschen ist das am dichtesten besiedelte Flächenland in Deutschland. Es ist ein Land der Kontraste mit pulsierenden Städten und beeindruckenden Naturlandschaften. Es ist ein Land mit einem engen Nebeneinander von Mensch und Natur. Hier gilt es, sich dauerhaft der Herausforderung zu stellen, die biologische Vielfalt auch für kommende Generationen zu bewahren. Eine Strategie zur Sicherung der biologischen Vielfalt ist die Ausweisung von Wildnisgebieten auf bis zu 10% der Fläche im öffentlichen Wald. Dort sollen die natürlichen Prozesse möglichst ungestört durch menschliche Nutzung ablaufen.

Mit einem solchen Nutzungsverzicht geht zum einen ein nennenswerter Verlust von Arbeitsplätzen einher und zum anderen steht der Rohstoffstoff Holz nicht mehr in einem so hohen Maße wie bisher zur Energiegewinnung und Holzverarbeitung zur Verfügung. Daher stellt sich die Frage: Sind Ökologie und Ökonomie ein Widerspruch? Prognosen besagen: Im Jahr 2020 besteht bezogen auf Deutschland eine Deckungslücke von 32 Millionen m³ Holz / Jahr. Wie ist da der Aspekt zu bewerten, Waldfläche aus der Bewirtschaftung zu nehmen - auch im Hinblick, die Energiewende voranbringen zu wollen?

Die Sicherung der Waldfunktionen in stabilen Waldökosystemen bei gleichzeitiger Erfüllung der menschlichen Ansprüche an den Wald benötigt gemeinsam getragene Strategien im Generationenkonsens. Der Wald ist eine der bedeutendsten natürlichen Ressourcen, die von Pflanzen, Tieren und Menschen in gleicher Weise nachhaltig und gerecht genutzt werden sollte.

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