Pressemitteilung: Remmel: Holznutzung ist praktischer Klimaschutz

Nordrhein-Westfalen setzt in Sachen Klimaschutz auch auf verstärkte Nutzung von Holz. Umweltminister kürt zehn in- novative Bauprojekte mit dem Holzbaupreis NRW 2014.

Olsberg, 24.01.2014 – Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) prämierte vergangene Woche auf der Baufachmesse DEUBAUKOM in Essen zehn zukunftsweisende Bauprojekte mit dem Holzbaupreis 2014. In seiner Rede bezeichnete er die effiziente Holzbauweise als „Motor für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfallen“. Der Grund für sein Lob: Als erstes Bundesland mit einem eigenen Klimaschutz- gesetz gehört Nordrhein-Westfalen zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Auch um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, setzt das Land gezielt auf Holz als Bau- und Werkstoff. Denn die Verwendung des nach- wachsenden Rohstoffs schützt nicht nur nachweislich das Klima, indem CO2 im Holz langfristig gespeichert wird, sondern schafft auch Arbeit in Handwerk und Industrie. Innovative Ideen und Projekte für eine nachhaltige Holzver- wendung würden vom Land deshalb besonders gefördert, so Remmel am Rande der Preisverleihung. Der Holzbaupreis NRW sei eines davon.

Holzbaupreis setzt innovative Impulse

Der vom Landesbeirat Holz NRW, ein Zusammenschluss wichtiger Vertreter der Wald- und Holzwirtschaft des Landes, ausgelobte Preis steht unter der prominenten Schirmherrschaft des Umweltministers. Das Preisgeld von ins- gesamt 10.000 Euro teilten sich in diesem Jahr zehn Gewinner. Von insge- samt 44 eingereichten Konzepten zeichnete die Jury sechs Preisträger mit einer Prämie von 1.500 Euro für ihre hervorragenden Ideen aus. Vier weitere Vorschläge erhielten eine mit 250 Euro dotierte lobende Anerkennung. „Der Rohstoff Holz spielt eine entscheidende Rolle im Baubereich und wird in Zukunft noch unentbehrlicher werden,“ sagt Markus Becker, Vorsitzender des Landesbeirats Holz Nordrhein-Westfalen e. V. „Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen gerade im Bausektor neue und nachhaltigere Wege beschritten werden – und das wird nur über eine vermehrte Holznutzung gelingen,“ ist sich Becker sicher. Die in diesem Jahr prämierten Bauprojekte könnten unterschiedlicher nicht sein: Wohnhäuser, Lager- und Fabrikhallen, eine Kirche, ein Aussichtsturm und sogar ein überdimensionaler Holzdeckel zum Einsatz in der chemischen Industrie erhielten die begehrte Auszeichnung. Neben ihrer Vielfältigkeit haben die Konzepte eines gemeinsam. Sie zeigen: Holz kann innovativ, ökologisch wertvoll und weitaus mehr als nur eine Alternative zu herkömmli- chen Baustoffen wie Stahl und Beton sein. „Der nachwachsende Rohstoff spart Energie, isoliert gegen Kälte und Wärme und speichert das klima- schädliche CO2 über seine gesamte Lebensdauer“, erklärt Dr. Volker Ehle- bracht, Landesclustermanager Wald und Holz NRW. Werden energieintensi- ve Baustoffe durch Holz ersetzt, führt das zu entsprechenden Einsparungen von Energie und klimaschädlichen Treibhausgasen. Alleine 2013 wurde in Deutschland durch die Verwendung von Holz ein Ausstoß von 105 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Die vermehrte Nutzung des wertvollen Rohstoffs schützt somit Klima und Umwelt. Ehlebrachts Resümee: „Die beim Holzbau- preis eingereichten Konzepte und Designs zeigen deutlich, wie vielfältig einsetzbar Holz ist und dass seine umweltschützenden Eigenschaften Holz zum Baustoff der Zukunft machen“.