Klimaschutzpreis für kommunale Holzverwendung

NRW-Umweltminister Johannes Remmel verleiht Klimaschutzpreis für kommunale Holzverwendung

Die Städte Nettersheim, Lohmar sowie die Projektgemeinschaft Leverkusen, Rheinisch-Bergischer und Oberbergischer Kreis wurden von NRW-Umweltminister Johannes Remmel auf der Landesgartenschau NRW in Zülpich für ihr vorbildliches Engagement für den Klimaschutz mit dem Preis des Kommunalwettbewerbs HolzProKlima ausgezeichnet.

Den ersten Platz belegte die Gemeinde Nettersheim, die für ihr gelebtes Konzept „Holz: sichtbar und spürbar in Nettersheim“ als Gewinner des Kommunalwettbewerbs HolzProKlima in NRW ausgezeichnet wurde. Die Gemeinde Nettersheim hat die Jury besonders durch die Vielfalt der Holznutzung begeistert. Der Jury-Vorsitzende Horst. J. Schumacher erläuterte, dass dies bei der Bevölkerung das Bewusstsein für den Werkstoff Holz wecke und kann vielen Kommunen Impulse für eigene Aktivitäten geben könne. Ferner stehe hinter dem Projekt stehe eine einzigartige Philosophie, die vorlebt, wie die wertvolle Ressource Holz in sämtlichen Lebensbereichen eingesetzt werden kann. Weiter führte Horst. J. Schumacher aus, dass die Gemeinde Nettersheim einen ganzheitlichen Ansatz auf zeige, der auf einem Klimaschutzkonzept basiert und das Kaskadennutzungsprinzip (Holz erst stofflich und dann energetisch verwenden) in den Wertschöpfungsketten verankere. Zahlreiche Bespiele in der Gemeinde veranschaulichen im stofflichen und energetischen Bereich, wie die positiven Klimapotentiale des Zukunftsrohstoffs Holz umfassend genutzt werden können.
Als Hauptpreis erhielt die Gemeinde einen Gutschein für neue Spielgeräte von der Firma PieperHolz sowie für WPC-Terrassendielen von der Firma Möller im Gesamtwert von 10.000 €.

Der zweite Preis ging an das Gemeinschaftsprojekt „:metabolon – Bergisches Energiekompetenzzentrum“ mit dem der Oberbergische Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis sowie die Stadt Leverkusen einen Lern-, Kompetenz- und Innovationsort geschaffen haben, der jährlich mehr als 25.000 Besucher über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der wertvollen Ressource Holz für den Klimaschutz informiert. NRW-Umweltminister Johannes Remmel und die Wettbewerbsjury bedankten sich dafür bei den Kommunen mit einen Warengutschein von der Firma EGGER im Gesamtwert von 5.000 €.

Der Stadt Lohmar wurde für ihre innovativen Holzbrücken mit dem dritten Preis und einem Gutschein der Firma Pfleiderer im Wert von 2.500 € ausgezeichnet. „Mit der Bogenbrücke über die Agger (Bild) realisierte die Stadt Lohmar eine der längsten Holzbogenbrücken Deutschlands für den Schwerlastverkehr, die dauerhaft ca. 110 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entzieht. Gleichzeitig wurden innovative Lösungsansätze für den konstruktiven Holzschutz entwickelt und mögliche Nachnutzungskonzepte im Rahmen der Kaskadennutzung aufgezeigt. Auch mit weiteren Projekten setzt Lohmar neue Maßstäbe im kommunalen Brückenbau“, so die Begründung der Wettbewerbsjury.